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Angst und Panik - wenn der Körper Alarm schlägt

Herzrasen, Atemnot, Schwindel oder ein Engegefühl in der Brust lassen zunächst oft an eine körperliche Erkrankung denken.


Deshalb führt der erste Weg häufig zum Hausarzt oder zu Fachärzten wie Kardiologen oder Pneumologen. Werden dort keine körperlichen Ursachen gefunden, bleiben viele Betroffene ratlos und Fragen sich: "Warum geht es mir trotzdem so schlecht?"


Genau mit dieser Frage beginnt häufig der Weg in meine Praxis.


Wie entstehen Angst und Panik?

Angst und Panik entwickeln sich aus meiner Erfahrung nur selten von heute auf morgen.


In meiner therapeutischen Arbeit zeigt sich häufig eine längere Vorgeschichte. Betroffene berichten oft von dauerhaftem Leistungsdruck, dem Wunsch, es allen recht zu machen, oder davon, die eigenen Bedürfnisse über viele Jahre zurückgestellt zu haben.


Aus meiner Sicht kann sich dadurch über einen langen Zeitraum eine innere Anspannung entwickeln. Kommt dann eine zusätzliche Belastung hinzu, kann sie das bereits belastete System aus dem Gleichgewicht bringen.


Jeder Mensch ist unterschiedlich. Deshalb gibt es nicht die eine Ursache für Angst oder Panik, sondern meist ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren.


Angst oder Panik - wo liegt der Unterschied?

Nicht jede starke Angstreaktion ist automatisch eine Panikattake.


Angst kann sich beispielsweise durch Herzklopfen, Herzrasen, innere Unruhe oder Anspannung bemerkbar machen.


Eine Panikattacke ist dagegen meist eine plötzlich einsetzende und sehr intensive Angstreaktion. Betroffene berichten unter anderem über Herzrasen, Atemnot, Zittern, Schwindel oder das Gefühl, die Kontrolle zu verlieren. Die stärkste Ausprägung wird häufig innerhalb weniger Minuten erreicht und klingt anschließend wieder ab.


Auch wenn sich beides sehr belastend anfühlt, ist es sinnvoll, zwischen einer Angstreaktion und einer Panikattacke zu unterscheiden.


Warum ist eine gründliche Abklärung wichtig?

Da sich Angst und Panik körperlichen Erkrankungen sehr ähnlich zeigen können, sollte zunächst eine ärztliche Abklärung erfolgen.


Erst wenn körperliche Ursachen ausgeschlossen oder behandelt wurden, lohnt sich der Blick auf mögliche seelische Belastungen und deren Einfluss auf die Beschwerden.


Mein Impuls für Sie

Angst verschwindet selten dadurch, dass wir versuchen, sie zu bekämpfen.


In meiner therapeutischen Arbeit erlebe ich immer wieder, dass Betroffene über Jahre den Kontakt zu ihren eigenen Bedürfnissen verloren haben. Sie funktionieren, möchten niemanden enttäuschen und stellen sich selbst häufig hinten an.


Deshalb geht es aus meiner Sicht nicht nur darum, die Angst zu reduzieren, sondern die eigene Persönlichkeit zu stärken.


Wer lernt, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, Grenzen zu setzen und sich selbst wieder wichtiger zu nehmen, entwickelt Schritt für Schritt mehr innere Sicherheit.


Innere Sicherheit entsteht nicht dadurch, dass das Leben keine Herausforderungen mehr bereithält. Sie entsteht dadurch, dass wir lernen, uns selbst wieder zu vertrauen.


Fazit

Angst und Panik sind für Betroffene oft sehr belastend. Gleichzeitig können sie ein Hinweis darauf sein, dass Körper und Psyche über längere Zeit stark beansprucht wurden.


Deshalb lohnt es sich, nicht nur die Symptome zu betrachten, sondern auch die persönlichen Lebensumstände und mögliche Ursachen in den Blick zu nehmen. So können neue Wege entstehen, um Schritt für Schritt wieder mehr innere Stabilität und Lebensqualität zu gewinnen.


HINWEIS

Die Informationen in diesem Beitrag dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche oder heilpraktische Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Aussagen in diesem Artikel stellen kein Heilversprechen dar.


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